elias-buch bilder. JPE

Leseprobe: „Du erinnerst mich an Liebe“
Ernst u. Heidrun Siebenhofer

                   Alles einsteigen, bitte …


Ernst:
   Als meine Frau sich für das Mentaltraining anmeldete, hatte ich wenig Hoffnung, dass sie es dieses Mal  schaf-fen würde, sich das Rauchen abzugewöhnen. Aber wenn ein Widder sich etwas in den Kopf setzt, ist es besser, ihn gewähren zu lassen, denn Widerstand ist etwas, was das ansonsten liebenswerte Sternzeichen gar nicht liebt. Wo-gegen ich als Steinbock meistens alles - mehr oder weni-ger - über mich ergehen lasse, wie gesagt, meistens…


   Diese zwei Tage hatten es wirklich in sich.  Das Ver-halten meiner Frau veränderte sich innerhalb kurzer Zeit.  Es war, als ob von einem lange verschlossenen Gefäß der Deckel entfernt worden war, und der Inhalt sich endlich ohne Gegendruck ausbreiten konnte. Die neuen  Er-kenntnisse  wurden über meinem Haupt „ausgeschüttet“, und ich musste mir alles haarklein anhören, ob ich wollte oder nicht. Nun, ich gestehe, es war sehr viel Interessan-tes dabei, das ich zu hören bekam. Ich sagte nicht viel dazu, denn ich wollte sehen, wie es mit ihrer Begeiste-rung weiterging. Wie lange es dauern würde, ehe sie wieder Verlangen nach der ersten Zigarette verspüren würde. Ich hatte ihre Sucht all die Jahre stillschweigend geduldet, obwohl mir das als Nichtraucher nicht leicht fiel. Doch die Liebe zu meiner Frau hat dies in Kauf ge-nommen. Es gehörte zu ihr, wie alles andere, was ich an ihr liebte. Kein Mensch ist perfekt. Und sie liebte mich schließlich genauso mit all meinen guten und schlechteren Seiten.


   Mein Erstaunen wuchs, als die ersten rauchfreien Tage harmonisch vorbeigingen und die Nerven meiner Frau sich in ausgeglichenem Zustand präsentierten. In jeder freien Minute suchte sie eine Buchhandlung auf und fand immer gleich zwei oder mehr Bücher, die sie vor dem Einschlafen las. Ich hätte mir mit ihr eine andere Be-schäftigung vorstellen können, aber nun ja…
   Meine liebe Gattin hat es jedoch tatsächlich geschafft! Der Schock, als der Mentaltrainer ihr nach einem tiefen Blick in die Augen sagte, dass sie nur diese eine Chance noch hätte und  Rauchen ein lebensverneinendes Laster sei, hatten sie zur Einsicht gebracht. Das ist nun schon fast 20 Jahre her und ich bin dem Himmel sehr dankbar dafür. Wie gut meine Frau seither riecht, und wie schön es sich nun mit ihr schmusen lässt…


   Natürlich gelang es ihr, mich ebenfalls zu diesem Men-taltraining zu überreden, wenn auch aus anderen Grün-den. Ich fand es unnötig. Schließlich war ich auch so er-folgreich im Beruf und als Familienvater. Was sollte mir so ein Seminar schon bringen? Außer, dass es hohe Kos-ten verursacht und  alles Wissenswerte mir ohnehin schon von meiner Frau serviert worden war. Doch in einer schwachen Stunde gab ich nach. Ein Schicksal, das ich wohl mit vielen Männern teile, denn die Frauen wissen ganz genau, wann und wo sie ansetzen müssen, um uns Männer dahin zu bringen, wohin sie es wollen…


   Rückwirkend muss ich zugeben, dass sich meine  Be-geisterung über das Seminar in Grenzen gehalten hat, ich aber heute sehr wohl erkenne, dass damals der Grund-stock zu dem gelegt worden war, worauf ich in den fol-genden Jahren aufbauen konnte. Auch ich begann danach - wie meine Frau -, zu meditieren. Das kam mir ganz besonders im Berufsleben zugute. Dabei konnte ich wun-derbar Stress abbauen. Schwierigkeiten hatte ich jedoch mit dem Tempo, das meine Frau bei dieser Veränderung vorlegte. Typisch Widder - immer mit dem Kopf durch die Wand. Wenn sie sich für etwas begeisterte, musste es auf der Stelle umgesetzt werden. Natürlich musste ich dagegen sein, schon um einen Ausgleich zwischen unse-ren beiden Temperamenten herzustellen. Schließlich hatte ich noch anderes im Kopf, als nur Esoterik und jedem Menschen Licht zu schicken, damit der sich wohlfühlte. Ich wollte mich wohlfühlen! ICH!


   Da gab es natürlich gegensätzliche Ansichten, die mit-unter in heftigen Diskussionen zur Sprache kamen, die es vorher nie gegeben hat. Es war total ungewohnt für mich, dass meine Frau mir widersprach. Eine neue Erfahrung, an der ich die erste Zeit ganz schön zu schlucken hatte. Wie soll man auch damit umgehen, wenn die eigene Frau plötzlich eigene Rechte einfordert. Sie haben ihr ja in den vergangenen Jahrzehnten auch nicht gefehlt. Aber an-scheinend haben ihre Engel mit großen Dosen von Liebe und Licht auf die meinen eingewirkt, sodass ich relativ gelassen diese Umstellung annehmen konnte. Eine der ersten, großen Veränderungen, mit denen ich im Laufe der nächsten Jahre konfrontiert worden bin und mit de-nen ich umgehen lernen musste.


   Emotional scheinbar ungerührt, wartete ich in aller Ru-he ab, und ließ sie vorpreschen. Auch wenn das wiede-rum meine Frau zur Verzweiflung brachte. Es heißt nicht umsonst, jedes Ding hat zwei Seiten. Allerdings muss ich zugeben, dass sie mich nach einiger Zeit von ihrer An-sicht überzeugte. Denn sie lebte es mir vor! Sie wurde noch geduldiger, noch einsichtiger. Ich bewunderte sie, zeigte es ihr aber nicht zu deutlich, damit sie mir nicht zu eingebildet wurde. Sie bewältigte Buchhaltung, den Ver-kauf im Geschäft und die Familie mit einer neuen Gelas-senheit, die mich aber immer mehr überzeugen musste. Ihre nachgebende Art wandelte sich trotzdem unmerklich zu mehr Selbstbewusstheit, die ich stillschweigend ak-zeptierte. Man will ja schließlich Frieden um sich haben.  

 

                                                                                      Die ersten Schritte
Heidrun:
   Wenn man beginnt, sich auf Esoterik einzulassen, gibt es nicht nur  Licht und Liebe. Es gibt Tränen, Kampf, Sturheit und Verzweiflung, weil sich so vieles, das man sich leichter vorgestellt hat, anders zeigt. Es ist ein stän-diges Lernen, ein auf sich selbst einlassen. Dass dies auch die eigenen Schattenseiten hochbringt, wird einem bald bewusst. Ich hatte den Irrglauben, wenn ich allen Menschen in meinem Umfeld und in der Vergangenheit vergebe, dann hat es sich. Nein. Der Vergleich mit dem Schälen einer Zwiebel bringt es auf den Punkt. Hat man eine schmerzvolle Emotion aufgearbeitet, kommt die nächste hoch und zeigt sich. Ich wusste nicht, dass es so viele Menschen gab, denen ich etwas zu verzeihen hatte, damit ich mich besser fühlen konnte. Ganz zu schweigen davon, was ich mir selbst zu vergeben hatte. Es gibt ja schließlich nicht nur eine Seite der Medaille. Wir leben auf einem Planeten des Gegensatzes. 


   Zu Beginn des Umdenkens las ich alles, was nur im Entferntesten mit Esoterik zu tun hatte, weil mein Inte-resse durch den Besuch des Mentaltrainings geweckt war. Ich weiß von anderen, dass es den meisten so geht. Tief in dir will etwas erwachen, will sich etwas verän-dern, und darum beginnst du mit dem Kopf neue Ideen zu erforschen. Es ist der Anfang deiner Reise nach innen…
   Dann willst du immer mehr. Etwas treibt dich an. Doch mit Wollen und Antreiben geht nichts. Es geht vor allem nicht schneller! Wenn es geschehen soll, geschieht es von selbst, im richtigen Moment. Was immer es ist, durch das du den Durchbruch vom Kopf zum Herzen erlebst, im gegebenen Moment werden Gefühle in dir geweckt, dass du gar nicht anders kannst als sie anzunehmen, in sie einzutauchen. Dadurch geschieht Transformation. Da beginnt die Seele auf einer tieferen Ebene an deine Her-zenstür zu klopfen und du erlebst Gefühlsmomente, von denen du zuvor nicht wusstest, dass du sie in diesem Ausmaß hast. Du fängst an, die Welt mit neuen Augen zu sehen, die Beziehungen zu anderen Menschen durchlau-fen eine Veränderung. Es ist die Erkenntnis, dass wir mit Menschen, Tieren, Pflanzen, der Natur eins sind, verbun-den und getragen durch eine wundervolle Göttliche Kraft und dass wir alle miteinander und ineinander gespiegelt sind.

   Es ist eine Entwicklung, die mit der Erkenntnis einher-geht, weshalb wir diese und jene Herausforderung haben. Wie wir etwas verändern können. Erklärungen allein rei-chen nicht, denn alles, was wir lernen, muss auch gelebt, ausprobiert und letztendlich umgesetzt werden. Auch wenn das nicht immer einfach ist und einem das Ego et-was anderes einreden möchte. Doch erst dann wissen wir, ob das Gelernte auch wirklich etwas wert ist. Man will sich entwickeln, und das ist manchmal schmerzhaft. Es kommt immer wieder vor, dass man eigenen Herausfor-derungen gegenüber blind ist. Speziell am Beginn des spirituellen Weges haben viele von uns noch das Gefühl, unser Umfeld hinke hinterher. Dabei wissen WIR es doch schon besser. Das ist eine Phase, die aber auch vorbei-geht. Wir begreifen immer mehr, dass das Leben ein kon-stanter Lern- und Erfahrungsprozess ist und diese Er-kenntnis hält unsere Überheblichkeit in Schach. Und im Laufe der Jahre, gestärkt durch viele Meditationen, ent-wickeln sich Erkenntnisse, die Platz und Raum bekom-men. Anfangs dachte ich noch viel Unsinn. Ich befürch-tete, dass ich viele Interessen, die ein liebevoller Be-standteil meines Lebens waren, wie z.B. Fernsehen, Il-lustrierte lesen u.a. dafür opfern müsse. Dem ist heute nicht mehr so. Heute spüre ich, was mir guttut und was ich lieber lassen sollte. Inzwischen habe ich mich selber besser kennengelernt; weiß, dass ich ein essentieller Teil des Universums bin - wie wir alle das sind, und dass wir alle in diesem Prozess des Lernens und des Lebens sind, egal auf welcher Stufe. Doch zu erkennen, dass alles, was einem passiert, als Lernprozess gut und wichtig ist, dau-ert. Im Nachhinein kann man sehen, was man aus den Herausforderungen gelernt hat. Dies auch schon in dem Moment zu sehen, in dem es passiert, ist spirituelle Weisheit.


   Das und so vieles andere hatte ich zu lernen. Ich fand eine Gleichgesinnte, die, obwohl 20 Jahre jünger, mir an spiritueller Erfahrung einiges voraushatte. Das faszinierte mich und ich war bald mehr bei ihr zu finden, als Zuhau-se. Mein Mann duldete in seiner grenzenlosen Liebe auch dies. Heute weiß ich, dass er das viel zu lange getan hat, doch darüber später mehr.
   Diese Freundin überredete mich zu Dingen, von denen ich niemals gedacht hätte, sie je zu tun. Ich begleitete sie zu Ausbildungen, die ich im innersten meines Herzens nicht machen wollte, weil ich dachte, dass ich diese nie benötigen würde. Ich hatte und habe nicht die Absicht, energetisch mit anderen Menschen zu arbeiten wie sie es tat. Doch in meiner Gutmütigkeit oder besser wegen meines mangelnden Selbstbewusstseins, habe ich nie widersprochen. Ich habe die Lichtkörper-Ausbildung gemacht, bin in Emotionaler Balance bewandert, habe Alta Major, Breuss Massage und weitere Erkenntnisse und viele Erfahrungen gesammelt.


   Ich schwebte, nach den Aussagen des Seminarleiters, bei einer Meditation einen Meter über dem Boden. Leider konnte ich das nicht bestätigen, weil ich die Augen ge-schlossen und sehr tief „drin“ war. Aber alles ist mög-lich…
   Natürlich konnte es in jener Zeit auch nicht ausbleiben, dass meine Freundin meinen Mann und mich überredete, bei einem Feuerlauf mitzumachen. Das war ein Erlebnis der besonderen Art, das ich nicht missen möchte. Ich muss gestehen, dass meine Magennerven ganz schön geflattert haben. Ich hatte richtig Schiss! Aber die Tatsa-che, dass ich mit bloßen Fußsohlen über mehrere hundert Grad heiße Glut gelaufen bin, war ein Erfolgserlebnis, das mich noch viele Tage lang schweben ließ. Nicht ge-rade einen Meter über dem Boden, aber doch schwe-ben… Auch mein Mann ging mit einer Gelassenheit dar-über, dass ich nur so staunte. Das waren Erlebnisse auf dem neuen Weg, die sich freudig in unsere Seele einge-brannt haben.
   Verzweifelt war ich, als mein Liebesleben durch meine neue Einstellung durcheinander kam…


Fünfzehn Empfehlungen meiner Engel:


   Partnerschaft drückt nicht nur Ehe, gegenseitige Ver-pflichtungen und Versprechungen aus. Sie bedeutet, dass Menschen sich dazu entschließen, gemeinsam einen Weg zu gehen, der ihnen verheißungsvoll erscheint. Im „alten“ Denken heißt dies: an einer Zweisamkeit festhalten, wie immer sich diese mit den Jahren entwickelt. „Bis dass der Tod euch scheidet“ ist ein Glaubenssatz, der euch durch religiöse Anschauung vermittelt wird. Er ist nicht unsere Wahrheit.


   Wir gewähren jeder Seele die Freiheit, sich für einen Partner oder Partnerin zu entscheiden und diese Ge-meinsamkeit solange aufrechtzuerhalten, wie dies ihrem Herzenswunsch entspricht. Ihr  seid auf diese Welt ge-kommen, um eure gewählten Lernprogramme zu meis-tern, nach dem Vorbild eurer Blaupause, die ihr mit den Mitgliedern eurer Seelenfamilie erstellt habt.
   Ihr wähltet - in groben Umrissen - Partner, Beruf, Familie, Beziehungen, Erfahrungen und Lektionen aus. Ihr folgt in eurem Lebensweg dem roten Faden, der euch mitgegeben wurde. Es liegt an euch, wie sehr ihr euch im Laufe eures Lebens von den Illusionen und Manipulatio-nen eures Umfelds und der globalen Suggestion beein-flussen lässt, was euch den roten Faden aus den Augen verlieren lassen kann. Als Folge dessen kann es passieren, dass ihr euch Partnern/innen zuwendet, die euch weiter und weiter von eurer gewünschten Lebensbahn abdriften lassen.


   Wir gewähren in Liebe, was immer ihr für euer Leben wählt. Ob ihr Umwege in Kauf nehmen oder ob ihr ge-zielter eurem Lebensfaden folgen wollt. Ihr habt euch vor der Geburt schon entschieden, welcher Weggefährte euch am meisten behilflich sein kann, um euren gewählten Lebensentwurf zu folgen. Ihr wähltet sie nach den Ge-sichtspunkten aus, wie sie euch in mancherlei Hinsicht den Spiegel vorhalten können, damit ihr erkennt, welche Eigenschaften und Gefühle in euch selbst vorhanden sind, die ihr nicht anschauen wollt. Das, was euch beim anderen ärgert oder zornig macht, ist etwas, was tief in euch ein Gefühl oder eine Eigenschaft anspricht, die ihr noch nicht harmonisiert habt. Seid daher nicht ungehal-ten, wenn euch die Wahrheit vor Augen geführt wird.


   Und vergesst nicht: Eure Partner sind nicht euer Ei-gentum. Gewährt ihnen den Freiraum, den er/ sie für die eigene Bewusstseinsentwicklung benötigt, um der vorge-gebenen Blaupause folgen zu können.
   Partnerschaft in der Neuen Zeit bedeutet, dem anderen das Gefühl zu geben, er sei in jeder Beziehung ebenbürtig und frei, seine Herzensbedürfnisse zu leben. In einer Lebensgemeinschaft, ob ihr eine kurze oder lange Spanne Zeit eingeräumt wird, sollte keiner der Beteiligten sein eigenes Leben aufgeben. Sollte niemand seine Bedürfnisse hintanstellen, um dem anderen zu dienen.


   Partnerschaften in der Neuen Zeit  werden von einem Band gehalten, das sich lose um zwei Menschen schlingt. Ein Band, das die Liebe von Vater/Mutter Gott beinhaltet, wie auch unsere Empfehlungen, die euch zu einer harmonischen Partnerschaft im Goldenen Zeitalter  füh-ren möchte. Dieses Band grenzt weder ein noch hält es fest, was nicht festgehalten werden möchte. Ein Band, das jedem Paar die Wahl lässt, ob sie an einem Strang ziehen, jeder für sich an einem Ende festhalten möchte oder ob sie sich nur des Bandes bewusst sein wollen.


   Zu wissen, dass es auf das Herzensbedürfnis beider reagiert und akzeptiert, was ist. Lasst uns euch einige Hilfen mit auf den Weg geben, der eure Beziehungen auf eine neue Art beleben kann.
   Das Band der Neuen Partnerschaft ist ausgestattet mit den 15 Empfehlungen der Engel, die wir im Einzelnen jetzt genauer beschreiben…